Markt der Energiewendemacher:innen

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Am 1. September 2022 küren die Zuschauerinnen und Zuschauer des aeesuisse Kongresses den oder die Energiewendemacher:in. Zahlreiche innovative und spannende Projekte sind bei uns eingegangen. Folgende Projekte haben es in die Endrunde geschafft.

4B AG: Intelligente Fassade am SisCampus Schattdorf
Am SisCampus besitzt die Fassade von 4B eine intelligente Steuerung, die die Sonneneinstrahlung und die Innentemperatur misst, die Gläser der Fassade entsprechend «einstellt» oder integrierten motorisierten Lüftungsklappen für einen optimalen Luftaustausch öffnet. In der Praxis bedeutet das: im Sommer wenig kühlen und im Winter wenig heizen.

BRUGG eConnect AG & EVTEC AG: weltweit sicherste Schnellladestationen (Elektromobilität)
Neue Innovationen im Bereich der Elektromobilität machen das Laden bei immer höheren Leistungen jetzt noch sicherer. Neben einem Stecker der durch Robustheit als auch mit seiner IP69 Zertifizierung neue Massstäbe setzt schützt bei der neuen Schnellladestation auch ein zusätzlicher mechanischer Sicherheitsmechanismus, der auch bei Softwareversagen die Sicherheit der Kunden garantiert. So kann nun immer schnelleres Laden sicher ermöglicht werden.

Electro-Sol SA: aktive Fassadenverkleidung als standardisierte Lösung
Am neuen Gebäude der Electro-Sol SA in Cossonay werden als Ersatz für die Standardfassade innovative Solarmodule (CIGS-Solarzellen) installiert. Das zukunftsweisende Solarfassadenprojekt wird die Vorstellungen des Photovoltaikpotenzials von Gebäuden verändern: Es geht nicht mehr darum, nur die Dächer zu nutzen, sondern auch sämtliche Gebäudefassaden.

Energie 360°: Underground Sun Conversion Flexible Storage
Das Projekt zeigte in Österreich die Möglichkeit auf, Strom im Sommer zu speichern und soll nun in der Schweiz repliziert werden. Dabei wird Elektrizität in Wasserstoff umgewandelt, danach findet in einem Untergrundspeicher eine Methanisierung statt. Diese klimaneutrale Technologie ermöglicht eine saisonale und grossvolumige Speicherung von Energie und trägt damit nicht nur zur Stabilität der europäischen Energienetze und Energieversorgung bei, sondern erhöht auch den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix.

Ernst Schweizer AG: Klimaoptimiertes PV-Montagesystem MSP
Das modulare PV MS erzielt dank Einsatz von emissionsarm erzeugten Aluminiums im Jahr 2022 voraussichtlich eine Einsparung von rund 7’400 Tonnen CO2 im Vergleich zum EU-Durchschnitt. Hier wird unter anderem Aluminium-Vormaterial eines Herstellers genutzt, bei dem im Produktionsprozess nur Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingesetzt wird.

ewz: Energieverbund Altstetten und Höngg
Der grösste Energieverbund seiner Art soll im Endausbau jährlich bis zu 13 Millionen Liter Heizöl einsparen, was eine Verminderung von rund 30’000 Tonnen CO2-Emissionen bedeutet. Durch die Kombination von Anergie-, Fernwärme- und Fernkältenetz wird nicht nur eine nachhaltige Synergie geschaffen, sondern gleichzeitig die Abhängigkeit vom Ausland gemindert.

IWK Integrierte Wärme und Kraft AG: HolzCraftwerk Frauenfeld (Bioenergie Frauenfeld)
Aus lokalem Waldrestholz wird mittels Vergasungsanlage und Wärme-Kraft-Kopplung Strom, Wärme und Pflanzenkohle hergestellt. Dadurch entsteht erneuerbare Energie für über 8000 Haushalte und für die nahe gelegene Zuckerfabrik. Die durch den Prozess generierte Pflanzenkohle kann zusätzlich z.B. als Bio-Dünger verwendet.

Ökostrom, gaz energie & Müller Energie: Biogas-Hoftankstelle
Landwirtschaftliches Biogas entsteht bei der anaeroben Vergärung – Methanisierung von Gülle, Mist und organischen Reststoffen. Durch das Einbringen des Hofdüngers in ein geschlossenes Biogassystem wird das Methan in Energie umgewandelt. Mit diesem Biogas getankte Fahrzeuge sind somit nicht nur CO2-neutral, sondern sogar CO2-negativ unterwegs. Die Gärgülle, die nach dem Gärprozess übrigbleibt, kann zudem als veredelter Hofdünger aufs Feld ausgebracht werden.

 

Projektausblick
Alpiq AG: Alpine Photovoltaikanlagen «Gondosolar»

Das Wallis verzeichnet 25 bis 20 Prozent mehr Sonneneinstrahlung gegenüber dem Schweizer Durchschnitt. Zusätzlich ist die Sonneneinstrahlung in den höheren Lagen stärker als im Mittelland. Ideale Voraussetzungen also für die geplante, alpine Photovoltaikanlagen oberhalb der Ortschaft Gondo. Unter dem Projektnamen «Gondosolar» soll zwischen 2000 und 2200 Meter Höhe die grösste Schweizer Solaranlage und grösste hochalpine PV-Anlage der Alpen entstehen. «Gondosolar» stärkt mit seinem hohen Winterstromanteil somit nicht nur die inländische Versorgungssicherheit, sondern leistet damit auch einen wesentlichen Beitrag zur kantonalen und nationalen Energie- und Klimaziele.